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Agriculture

Kalkstickstoff PERLKA® - Gesundungs-Dünger für gestresste Rapsböden

In langjährigen Rapsfruchtfolgen werden die Rapserträge immer öfter durch typische „Fruchtfolgekrankheiten“ wie Kohlhernie, Verticillium und Sklerotinia begrenzt. Es hat sich gezeigt, dass auf solchen Feldern der Kalkstickstoff PERLKA® im Vergleich zu anderen N-Düngern deutliche Mehrerträge bewirken kann, selbst wenn nur ein Teil des benötigten Stickstoffs in Form von Kalkstickstoff gegeben wird. Typische Düngungstermine sind etwa 40 kg/ha N unmittelbar vor der Saat oder 50 kg/ha N als Kalkstickstoff als Spätdüngung im Frühjahr, kurz vor dem Erscheinen der ersten Blütenstände.

Eine Kalkstickstoff-Düngung wirkt auf „rapsgestressten“ Böden wie eine Gesundungskur. Das liegt zum einen an der ammoniumbetonten Stickstoffernährung, welche die Ausbildung eines leistungsstarken Wurzelsystems fördert. Zum anderen trägt der reaktive Kalk zu einer verbesserten Calciumaufnahme der Pflanzen, was deren Gesundheit und Widerstandsfähigkeit fördert. Rund um die Düngerkörnchen entsteht im Boden ein alkalisches Milieu, welches den Schadpilzen nicht zusagt. Insbesondere die gefährlichen frühen Kohlhernie-Infektionen treten deutlich seltener auf, wenn zur Saat mit Kalkstickstoff gedüngt wird.

Solch ein Nebeneffekt der Kalkstickstoff-Düngung wurde auch bereits mehrfach beim Erreger der Weißstängeligkeit des Rapses (Sklerotinia) nachgewiesen. Die Dauerkörper dieses Pilzes keimen üblicherweise im Frühjahr an der Bodenoberfläche und bilden kleine Fruchtkörper. Diese schleudern zur Zeit der Rapsblüte massenhaft Sporen aus, welche die Infektion an den Rapspflanzen auslösen. Es hat sich gezeigt, dass nach einer Spätdüngung mit Kalkstickstoff im Frühjahr die Dauerkörper mehrere Wochen lang nicht auskeimen. Auf diese Weise wird die Infektionsgefahr stark vermindert. Auch der in engen Rapsfruchtfolgen häufig zum Problem werdende Erreger der Rapswelke, der Pilz Verticillium, tritt nach einer Kalkstickstoff-Düngung weniger stark in Erscheinung.

Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Zusatzeffekt dieser Düngungsmaßnahme: Kalkstickstoff zeigt eine deutliche Nebenwirkung auf Schnecken und ergänzt daher in idealer Weise die Wirkung der Molluskizide: Während die Schneckenköder vor allem ausgewachsene Schnecken ausschalten, welche nachts zum Fressen an die Bodenoberfläche kommen, ist der Kalkstickstoff auch für Schneckeneier und die im Boden bleibenden winzigen Jungschnecken schlecht verträglich.

Dr. Hans-Jürgen Klasse

Dr. Hans-Jürgen Klasse