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Agriculture

Kalkstickstoff, eine Düngungs-Alternative für Fairways?

Kalkstickstoff, eine Düngungs-Alternative für Fairways?

In den letzten Jahren hat das Interesse der Greenkeeper an kostengünstigen Alternativen im Bereich der Rasendüngung stark zugenommen. Aus dem Bereich der landwirtschaftlichen Dünger kommt insbesondere der feingeperlte Kalkstickstoff (PERLKA® microgran) auf Golfplätzen immer öfter zum Einsatz. Das hat seine guten Gründe.

Interessant ist dieser Dünger für Rasenflächen wegen seiner langsam wirkenden Stickstoffform, seines hohen Kalkgehaltes und seines positiven Einflusses auf die Gesundheit und Widerstandskraft der Gräser. Der Kalkstickstoff setzt sich im Boden durch Tau oder Niederschläge in basisch wirksamen Kalk und Cyanamidstickstoff um. Dadurch ist der Dünger für verschiedene Unkräuter im Keimlings- oder Rosettenstadium unverträglich. Auch verschiedene Grasnarbenschädlinge sind gegenüber Kalkstickstoff empfindlich, sofern sie sich zum Zeitpunkt der Düngung auf oder nahe der Bodenoberfläche aufhalten. Kalkstickstoff hat zudem eine stark stimulierende Wirkung auf Bodenbakterien, wodurch den Schadpilzen, welche für die meisten Pflanzenkrankheiten verantwortlich sind, die Ausbreitung im Boden erschwert wird. Kalkstickstoff PERLKA® wird für die Landwirtschaft in einer grobkörnigen Qualität geliefert. Damit sind Streubreiten von etwa 30 Metern möglich. Für Golf- und Rasenflächen bietet sich allerdings besonders PERLKA® Microgran an. Dieses Feingranulat ist zwar nur für Streubreiten bis etwa 12 Metern geeignet, rieselt aber dafür besonders gut durch die Grasnarbe auf den Boden. Aufgrund seiner dunklen Farbe ist der Dünger auf dem Rasen praktisch nicht mehr zu sehen.

Kalkstickstoff überzeugt die Greenkeeper vor allem durch seine lange Ammoniumphase. Dadurch bleibt die Grasnarbe für viele Wochen sattgrün. Der freiwerdende Kalk unterbindet die Versauerung der Bodenoberfläche. Das verbessert die Bodenstruktur, aktiviert die Bodenbakterien und wirkt der Filzbildung entgegen.

Gut bei Problemen mit Moos, Pilzen, Unkräutern und Schädlingen

Die bisherigen Erfahrungen bei der Düngung mit Kalkstickstoff auf Rasenflächen zeigen eine erkennbare Verringerung des Moosaufkommens und eine Unterdrückung bodenbürtiger Schadpilze. Auch die gelegentlich auf der Bodenoberfläche wuchernden Algen vertragen den Kalkstickstoff nicht. Der Algenschleim, der sonst oft den Boden überzieht bleibt aus und verstopft nicht mehr die Poren des Bodens. Deshalb kann das Wasser schneller in den Boden eindringen und der Rasen ist nach Regenfällen schneller wieder bespielbar. Zudem wird die Wurzelatmung erleichtert, was sich positiv auf das Wachstum der anspruchsvollen Rasengräser auswirkt.

Immer wieder wird von den Anwendern berichtet, dass auf regelmäßig mit Kalkstickstoff gedüngten Fairways weniger Fraßschäden durch die Larven von Schnaken sowie Haar- und Strahlenmücken auftreten. Gleichzeitig wird die Grasnarbe seltener durch insektensuchende Krähen oder Möwen geschädigt.

Anwendung auf Fairways:

Die AlzChem empfiehlt, die Perlka-Düngung auf trockenen Rasenbestand auszubringen. Je nach N-Bedarf betragen die Einzelgaben 10 bis 20 Gramm Kalkstickstoff PERLKA je Quadratmeter. Die Fairways können direkt nach der Düngung wieder bespielt werden. Eine Wartezeit ist nicht notwendig.

Dr. Hans-Jürgen Klasse

Dr. Hans-Jürgen Klasse